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Polycythaemia vera (PV) – was ist das?

Polycythaemia vera (PV) gehört wie Myelofibrose zu den Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) – einer Reihe von Krankheiten, die mit einer gesteigerten Neubildung von Blutzellen im Knochenmark einhergehen. Erfahren Sie hier, wie sich Polyciythaemia vera äußert, wie sie behandelt werden kann und wo Sie weitere Informationen finden.

Unter dem Begriff Myeloproliferative Neoplasien (MPN) fasst man eine Reihe von Krankheiten zusammen, die mit einer gesteigerten Neubildung von Blutzellen im Knochenmark einhergehen. Bei der Polycythaemia vera werden in der Regel alle drei Blutzellarten übermäßig produziert. Im Vordergrund steht die Überproduktion der roten Blutkörperchen.

Polycythaemia vera ist eine seltene Erkrankung: In Deutschland wird sie bei etwa 500 bis 600 Patienten pro Jahr diagnostiziert. Die meisten Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose deutlich älter als 50 Jahre.

Welche Symptome gibt es bei Polycythaemia vera?

Die Erkrankung beginnt häufig schleichend. Da Betroffene anfangs meist keine Beschwerden haben, wird sie oftmals zufällig diagnostiziert.

Symptome von Polycythaemia vera

  • Durchblutungsstörungen an den Händen und Füßen
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen
  • Juckreiz, insbesondere nach heißem Duschen oder Baden (aquagener Pruritus)
  • Rötung von Gesicht, Armen und Beinen
  • Schmerzen in Armen und Beinen

Im fortgeschrittenen Stadium der Polycythaemia vera kommt es zu einer Splenomegalie: Die Milz vergrößert sich und verursacht die Schmerzen im linken Oberbauch. Die Durchblutungsstörungen können auch die Herzkranzgefäße betreffen und Schmerzen in der Brust auslösen (Angina pectoris, „Brustenge"). Zudem ist es möglich, dass sich ein Blutgerinnsel bildet und ein Blutgefäß verstopft (Thrombose).

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Therapie der Polycythaemia vera ist hauptsächlich darauf gerichtet, die Beschwerden der Betroffenen zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Bei der Behandlung kommen Aderlass und Medikamente zum Einsatz. In manchen Fällen kann eine Stammzelltransplantation sinnvoll sein. Sie behebt die Ursachen und kann so die Erkrankung heilen, ist aber mit Risiken für den Patienten verbunden.

Stand: 2017

Quellen:

  1. Mpn-netzwerk e.V., http://www.mpn-netzwerk.de/polycythaemia-vera.html#c111 (zuletzt besucht am 10.03.2017)

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