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Nachsorge – Kontrolle und Sicherheit

In der Nachsorge und Therapiekontrolle ist der Arzt Ihr zentraler Ansprechpartner. Neben medizinischen Themen kann er Sie auch in vielen Fragen der Lebensqualität unterstützen.

Ist die Therapie abgeschlossen oder für die nächsten Jahre eingestellt, haben Sie die ersten Schritte geschafft. Danach geht es darum, langfristig zu denken: den Erfolg der Therapie zu halten und das Leben mit bzw. nach der Erkrankung möglichst angenehm zu gestalten. Für beides ist Ihr Arzt die richtige Anlaufstelle.

Medizinische Nachsorge und Verlaufskontrollen

Regelmäßige Untersuchungstermine sind wichtig, damit der Arzt den Therapieerfolg prüfen kann. Grundlage dieser Kontrolltermine sind zunächst die Fragen zum körperlichen Wohlbefinden und die medizinischen Untersuchungen. Auf diese Weise kann der Arzt die Therapie auf Ihre Bedürfnisse anpassen und optimieren. Er wird Sie auch darüber informieren, in welchen Abständen für Sie Nachsorgeuntersuchungen notwendig sind.

Wichtig:
Wenn Sie sich zwischen den Terminen unwohl fühlen, sollten Sie sofort zum Arzt gehen und nicht bis zum nächsten Termin warten. Auch leichte Beschwerden müssen nicht sein und oft kann durch einfache Mittel Abhilfe geschaffen werden. Zudem kann der Arzt die Ursache der Beschwerden prüfen und weitere Untersuchungen veranlassen, falls er dies für notwendig hält.

Wie kommen Sie im Alltag zurecht?

Die Myelofibrose-Erkrankung kann über körperliche Einschränkungen hinausgehen und Ihre Psyche, Ihre Familie, Ihren Berufsalltag oder Ihre finanzielle Situation belasten. Deshalb ist neben der rein medizinischen Beobachtung eine gute Lebensqualität für Ihr Wohlbefinden ebenso wichtig.

Ihr Arzt ist auch für solche Themen ein wichtiger Ansprechpartner. Sprechen Sie mit ihm über die Situationen, die durch die Erkrankung entstanden sind. Einige Beispiele dafür:

  • Beruf:
    Können Sie Ihren früheren Beruf ausüben? Gibt es Einschränkungen? Wollen Sie sich beruflich verändern? Welche Anlaufstellen gibt es dann zur Beratung?
  • Familie:
    Wie haben Ihre Angehörigen die Situation verkraftet? Wie hat sich die Erkrankung auf Beziehung und Freundschaften ausgewirkt? Empfinden Sie Ihr Umfeld zuhause als hilfreich? Wie ist Ihre Familienplanung?
  • Ernährung:
    Gibt es Einschränkungen bei der Ernährung, für die Sie Tipps brauchen - vielleicht hatten Sie eine Darm-Operation, die eine Umstellung erforderte?
  • Finanzielle Situation:
    Sie sind durch die Erkrankung finanzielle Schwierigkeiten entstanden oder gibt es eine Unterstützung, die sich für Sie anbietet, z. B. ein Schwerbehindertenausweis?
  • Seelisches Befinden:
    Wie geht es Ihnen psychisch? Leiden Sie unter Ängsten, Schlafstörungen oder anderen Beschwerden? Können Sie das Erlebte gut verarbeiten?

Die Unterstützung kann je nach Bedürfnis und Vorliebe viele Gesichter haben: Ernährungsberatung, Sportgruppen, psychotherapeutische Hilfe, Selbsthilfeorganisationen oder Ansprechpartner für sozialrechtliche Fragen. Scheuen Sie sich nicht, solche Themen anzusprechen und sich gegebenenfalls nach Ansprechpartnern und zuständigen Stellen zu erkundigen.

Die nächste Kontrolluntersuchung

Für viele Betroffenen ist es selbstverständlich, dass sie zu Kontroll- bzw. Nachsorge-Untersuchungen gehen. Das heißt aber nicht, dass sie es auch gerne tun. Ein Grund kann die Angst vor schlechten Nachrichten sein. Bei manchen mag dies sogar dazu führen, dass sie die Termine nicht oder nicht regelmäßig wahrnehmen.

Es geht hier nicht darum, ein schlechtes Gewissen einzureden. Vielmehr soll ein Weg aufgezeigt werden, eine positive Haltung gegenüber Kontrollterminen zu entwickeln.

Unser Rat:
Gestalten Sie die Termine für sich angenehmer. Hier einige Inspirationen:

  • Verbinden Sie den Termin mit einem positiven Erlebnis, indem sie danach z. B. essen gehen
  • Nehmen Sie sich eine Begleitperson mit, der Sie vertrauen
  • Vereinfachen Sie umständliche Dinge: nehmen Sie z. B. den Bus wenn die Parkplatzsuche lange dauert
  • Wissen verringert Angst. Klären Sie, was es für Therapiemöglichkeiten gibt, wenn ein Rückfall oder Fortschreiten frühzeitig erkannt wird

Stand: 2017

Quellen:

  1. dkfz. Krebsinformationsdienst, http://www.krebsinformationsdienst.de/behandlung/nachsorge.php (zuletzt besucht am 10.03.2017)

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